Kann man einen Chiron ohne Bugatti reparieren?
Genau diese Frage beschäftigt derzeit Millionen Auto-Fans weltweit. Auslöser ist der britische YouTuber Mat Armstrong. Er kaufte einen schwer verunfallten Bugatti Chiron Pur Sport und dokumentiert den Wiederaufbau in einer mehrteiligen Videoserie, die inzwischen millionenfach angesehen wird.
Was zunächst wie ein spektakuläres Schrauberprojekt begann, entwickelte sich schnell zu einer Grundsatzdiskussion. Armstrong schilderte in seinen Videos, wie schwierig es sei, an originale Ersatzteile zu gelangen und den Chiron ohne die Unterstützung des Herstellers wieder aufzubauen. Das Thema wurde so groß, dass sich sogar Bugatti-Chef Mate Rimac öffentlich dazu äußerte.
Bugatti betont, dass es dabei nicht darum gehe, Kunden Steine in den Weg zu legen. Vielmehr seien Sicherheit und Qualität entscheidend. Ein Chiron bestehe aus hochkomplexen Komponenten, die nach einem schweren Unfall nicht einfach wie bei einem gewöhnlichen Serienfahrzeug ersetzt werden könnten. Vor allem Carbonstruktur, Elektronik und sicherheitsrelevante Systeme müssten höchsten Standards entsprechen.
Ob der Wiederaufbau am Ende gelingt, ist noch offen. Sicher ist dagegen schon jetzt: Kaum ein anderes Auto-Projekt hat in den vergangenen Monaten eine so intensive Debatte darüber ausgelöst, wem ein Auto nach dem Kauf eigentlich wirklich gehört.
Foto: Bugatti






