Bugatti W16 Mistral „Le Retour du Jeune Prince“: Der kleine Prinz fährt jetzt einen Bugatti
Menschen, die ihren Superluxussportwagen individualisieren lassen wollen, kommen auf erstaunliche Ideen. Der eine widmet seinen Bugatti Pferden, der andere lässt sich eine kleine Sammlung von Insekten-Bugattis bauen, der nächste nutzt sein Auto als Hommage an einen Vorstandsvorsitzenden. Bei diesen „inspirierenden Partnerschaften“ entstehen bisweilen bemerkenswerte Unikate.
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Dieses Mal ist es der Bugatti W16 Mistral „Le Retour du Jeune Prince“. Die Vorlage dafür stammt diesmal aus der Literatur. „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry gehört zu den bekanntesten Büchern des 20. Jahrhunderts. Ein Bugatti-Sammler hat eine eigene Fortsetzung der Geschichte geschrieben. Darin kehrt der Prinz als junger Mann vom Mond zur Erde zurück. Diese Erzählung wurde zum Ausgangspunkt für ein sehr spezielles Einzelstück auf Basis des offenen W16 Mistral. Im Mittelpunkt stehen Erde, Mondlicht, Sterne und die Bildwelt aus der Vorlage des Kunden.
Die Zusammenarbeit des Kunden mit Sur Mesure begann im Oktober 2023. Man traf sich in Molsheim, um erste Ideen, Farbmuster und gestalterische Richtungen zu besprechen. Der Kunde fühlte sich besonders von der poetischen Wirkung des Mondes angezogen: von seinem Licht, seiner Sanftheit, seiner Distanz und seiner Rolle innerhalb der eigenen Erzählung. Aus diesem Motiv entwickelte das Bugatti-Designteam die gestalterische Grundlage für das Fahrzeug.

Bugatti W16 Mistral „Le Retour du Jeune Prince“/Fotos: Bugatti
Die Karosseriefarbe wurde eigens für dieses Einzelstück entwickelt. Bugatti spricht von einem Ton mit Kupfer- und Bronzeanteilen sowie silbernem Schimmer. Die Farbe wirkt erdig, zugleich stark metallisch und entfaltet je nach Lichteinfall eine unterschiedliche Wirkung auf den skulpturalen Flächen des W16 Mistral.
Auch der Hufeisen-Kühlergrill wurde in das Konzept einbezogen. Die inneren Linien wurden so gestaltet, dass sie dem nach oben strebenden Verlauf der Motorhaube folgen. Dadurch wird der Blick entlang der Frontpartie geführt. Die Umrandung des Bugatti-Macaron ist in Gold ausgeführt. Dazu kommen kupferfarbene Bremssättel und passende „EB“-Embleme in den Radmitten.

Bugatti W16 Mistral „Le Retour du Jeune Prince“/Fotos: Bugatti
Am deutlichsten zeigt sich das Thema an den hinteren Kotflügeln und auf der Oberseite des Heckflügels. Dort trägt der W16 Mistral eine Konstellation silberner Sterne. Diese wurden in einem aufwendigen Verfahren aus mehreren Schichten und Feinarbeiten in den Lack eingearbeitet. Sobald der Heckflügel ausfährt, erscheint zusätzlich eine verborgene Zeichnung. Sie zeigt eine Neuinterpretation der bekannten Szene mit dem Prinzen und dem Fuchs aus Saint-Exupérys Vorlage.
Im Innenraum setzt sich das Thema fort. Bugatti kombiniert zwei Ledertöne: „Terre d’Or“ als hellen, leuchtenden Ton und „Driftwood“ als dunklere, erdigere Ergänzung. Die Türverkleidungen aus Terre-d’Or-Leder tragen Einsätze aus besticktem Leder, auf denen der Mond dargestellt ist. Um ihn herum sind Sternmotive eingenäht. Auch die Kopfstützen und die Mittelkonsole greifen die Bildsprache auf.

Bugatti W16 Mistral „Le Retour du Jeune Prince“/Fotos: Bugatti
In der Mittelkonsole finden sich Details, die in braunes Carbongewebe eingelassen sind. Ein besonderes Einzelstück sitzt im Schalthebel: eine filigrane Silberrose. Sie basiert auf dem 3D-Scan einer echten Blume und wurde anschließend als Miniaturskulptur umgesetzt. Die Rose ist eine direkte Anspielung auf die ursprüngliche Erzählung und verbindet das Fahrzeug zusätzlich mit der literarischen Ebene des Projekts.
Technische Angaben zu diesem Einzelstück nennt Bugatti in diesem Zusammenhang nicht. Die Basis bleibt der offene W16 Mistral. Was Sur Mesure daraus macht, ist ein sehr persönlicher Roadster, der eine private Fortsetzung des „Kleinen Prinzen“ in ein Auto aus Molsheim übersetzt.
Fotos: Bugatti


















