Brabus Bodo Cabriolet: 1000 PS für 77 offene Gran Turismos
Mit dem Bodo Cabriolet stellt Brabus dem gleichnamigen Coupé eine offene Variante zur Seite. Der 2+2-Sitzer besitzt eine vollständig aus Carbon gefertigte Karosserie, einen 1000 PS starken V12-Biturbo und erreicht bis zu 360 km/h. Gebaut werden nur 77 Exemplare.
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Der Name des neuen Brabus ist eine persönliche Referenz. Das Bodo Cabriolet erinnert an Firmengründer Bodo Buschmann, der eine besondere Vorliebe für schnelle, leistungsstarke Cabrios hatte. Die Idee eines eigenen Gran Turismo beschäftigte ihn und seinen Sohn Constantin bereits vor rund 20 Jahren.
Technische Basis des Bodo Cabriolet ist der Aston Martin Vanquish Volante. Brabus übernimmt dessen grundlegende Fahrzeugarchitektur und den 5,2-Liter-V12, versieht den offenen Gran Turismo jedoch mit einer vollständig neu gestalteten Carbonkarosserie, eigener Aerodynamik und einem umfangreich überarbeiteten Antrieb.
Seine Weltpremiere feierte das Brabus Bodo Cabriolet am 14. August 2026 bei „The Quail“ im Rahmen der Monterey Car Week. Das Coupé war dort ebenfalls zu sehen und gab sein offizielles Nordamerika-Debüt.

BRABUS BODO CABRIOLET SILK STONE/Fotos: Brabus
Brabus fertigt die komplette Karosserie im Prepreg-Verfahren aus Carbon. Die einzelnen Bauteile entstehen unter Überdruck im Autoklaven. Mit 5,06 Metern Länge und 2,03 Metern Breite erreicht das Cabriolet stattliche Ausmaße, bleibt mit einer Höhe von 1,31 Metern jedoch ausgesprochen flach. Das Trockengewicht liegt bei 1774 Kilogramm.
Das elektrisch betätigte und aufwendig gedämmte Stoffverdeck öffnet beziehungsweise schließt in weniger als 15 Sekunden. Für das in „Piano Black“ lackierte Fahrzeug verwendet Brabus ein schwarzes Dach. Die Ausführung „Silk Stone“ erhält einen eigens entwickelten Jacquard-Stoff in Schwarz und Grau. Das eingewebte „77“-Muster verweist auf das Gründungsjahr des Unternehmens und auf die Stückzahl des Cabrios.
Auch die übrige Karosserie trägt mehrere Anspielungen auf Bodo Buschmann. Dazu gehört die sogenannte Bodo-Linie, die sich von der Fahrzeugnase bis zum Heck zieht. Unterhalb der Heckscheibe sitzt ein invertiertes 77-Logo. Die Rückleuchten bestehen auf jeder Seite aus sieben einzelnen LED-Elementen.

BRABUS BODO CABRIOLET SILK STONE/Fotos: Brabus
Unter der langen Fronthaube arbeitet ein hinter der Vorderachse eingebauter 5,2-Liter-V12. Zwei speziell entwickelte Turbolader, eine leistungsfähige Ladeluftkühlung und eine RAM-Air-Ansaugung verhelfen dem Triebwerk zu 735 kW beziehungsweise 1000 PS bei 6400 Umdrehungen. Das maximale Drehmoment von 1200 Nm steht zwischen 2900 und 5000 Touren bereit.
Die Kraft gelangt über eine Achtgang-Wandlerautomatik ausschließlich an die Hinterräder. Ein elektronisch gesteuertes Differenzial kann eine Sperrwirkung von bis zu 100 Prozent aufbauen. Angesichts von 1200 Nm dürfte die Traktionskontrolle im Bodo Cabriolet zu den häufiger beschäftigten Steuergeräten gehören.
Für den Sprint von null auf 100 km/h benötigt der offene Gran Turismo 3,0 Sekunden. Tempo 200 fällt nach 8,5 Sekunden, die Marke von 300 km/h nach 23,9 Sekunden. Bei 360 km/h beendet die Elektronik den Vortrieb. Damit zählt der Bodo zu den schnellsten offenen Gran Turismos, die bislang für den Straßenverkehr entwickelt wurden.
Die Edelstahl-Abgasanlage besitzt vier Metallkatalysatoren, Otto-Partikelfilter und elektronisch gesteuerte Klappen. Ihre vier Titan-Endrohre entstehen im 3D-Metalldruck. Über die Fahrprogramme Wet, GT, Sport, Sport+ und Individual lassen sich unter anderem Leistungsabgabe, Schaltstrategie, Dämpfer, Lenkung und Klangcharakter verändern.

BRABUS BODO CABRIOLET SILK STONE/Fotos: Brabus
Große Luftkanäle in der Front versorgen Motor, Kühler und Bremsen mit Frischluft. Der Frontspoiler erzeugt zusätzlichen Abtrieb an der Vorderachse. Am Heck übernimmt ein elektrisch ausfahrbarer Carbon-Spoiler diese Aufgabe. Bei starken Bremsmanövern oberhalb von 140 km/h stellt er sich senkrecht und arbeitet als Luftbremse.
Das Fahrwerk kombiniert eine Doppelquerlenker-Vorderachse mit einer Mehrlenker-Konstruktion hinten. Die adaptiven Aluminium-Federbeine entwickelte Brabus gemeinsam mit KW. Ein Liftsystem hebt das gesamte Fahrzeug um etwa 25 Millimeter an, damit Rampen und Bodenschwellen nicht für Probleme sorgen. Ab 45 km/h senkt sich der Bodo automatisch wieder auf seine normale Fahrhöhe.
Die 22 Zoll großen Brabus Monoblock Z-GT Räder tragen eigens abgestimmte Pirelli P Zero. Die Reifen messen 285/30 ZR 22 vorne und 335/25 ZR 22 hinten. Das „BB“-Kennzeichen auf den Flanken weist sie als Sonderentwicklung für den Bodo aus.
Für die Verzögerung sorgen gelochte und innenbelüftete Carbon-Keramik-Scheiben. Vorne besitzen sie einen Durchmesser von 410 Millimetern, hinten sind es 360 Millimeter.

BRABUS BODO CABRIOLET BLACK/Fotos: Brabus
Für die Präsentationsfahrzeuge hat Brabus zwei unterschiedliche Innenräume entworfen. Im schwarzen Cabriolet trifft „Saddle Brown“-Leder auf matte „Dark Shadow“-Elemente und sichtbares Carbon. Die Variante in „Silk Stone“ übernimmt ihre helle Farbgebung auch für Leder, Verkleidungen und Carbonteile im Cockpit.
Alle vier Sitze tragen die typische Brabus-Shell-Steppung. Sie findet sich außerdem auf dem Cockpitboden, den Fußmatten, der Heckablage und im Kofferraum. Eingestickte Fahrzeugkonturen in den Rückenlehnen, Bodo Buschmanns Signatur in den Türverkleidungen und spezielle Masterpiece-Plaketten kennzeichnen die Kleinserie. Passend dazu liefert Brabus einen lederbezogenen Schlüssel und eine Weekender-Tasche.
Jedes Exemplar erhält zudem einen digitalen Produktpass, der über ein Typenschild im Kofferraum erreichbar ist. Das gemeinsam mit dem Aura Blockchain Consortium entwickelte System dokumentiert unter anderem Herkunft, Ausstattung und Eigentumsverhältnisse.

BRABUS BODO CABRIOLET BLACK/Fotos: Brabus
Das Brabus Bodo Cabriolet wird parallel zum Coupé als eigenständige Serie produziert. Beide Varianten sind jeweils auf 77 Fahrzeuge begrenzt. Gebaut wird ausschließlich auf Bestellung, sodass Farben, Materialien und zahlreiche Details an die Wünsche des künftigen Besitzers angepasst werden können.
Einen Preis nennt Brabus bislang nicht.
Fotos: Brabus




































