Making of: Der legendäre Audi 100 Werbespot
Die Olympischen Winterspiele sind vorbei. Wer jetzt Entzugserscheinungen hat, kann auf Automobilgeschichte umschalten.
1986 fuhr ein Audi 100 eine Skisprungschanze im finnischen Kaipola hinauf. Rund 37,5 Grad Steigung. Schnee. Es waren keinerlei filmischen Tricks im Spiel, aber – und das gehört zur Wahrheit – auch keine reinen Serienreifen.

80 Prozent betrug die Steigung der Skisprungschanze in Kaipola, Finnland, auf der Audi 1986 einen legendären Werbespot drehte. Der professionelle Rallyefahrer Harald Demuth bewältigte den 47 Meter langen, schneebedeckten Anstieg im Audi 100 CS quattro./Foto: Audi
Der Wagen war mit Spikereifen ausgerüstet. Das sind Metallstifte im Profil, wie man sie aus dem Rallyesport kennt. Ohne diese Nieten hätte selbst permanenter Allradantrieb irgendwann kapituliert, denn Physik ist kein Wunschkonzert.
Das schmälert jedoch nicht die Leistung. Der quattro-Antrieb mit mechanischem Mittendifferenzial sorgte für saubere Kraftverteilung, der Fünfzylinder lieferte kontrollierbares Drehmoment, und die Spikes übersetzten das Ganze in Vortrieb. Traktion ist immer ein Zusammenspiel aus Reifen, Untergrund und Antrieb.
Im Making-of sieht man, wie präzise dieses Zusammenspiel sein musste. Konstantes Gas, minimale Lenkwinkel, kein hektisches Korrigieren. Auf dieser Steigung entscheidet jeder Millimeter Schlupf.
2005 wiederholte Audi das Kunststück – diesmal mit einem Audi A6. Mehr Leistung, mehr Elektronik, mehr Medienrummel. Wir finden: die Magie lag im Original…
Fotos: Audi






